WK veröffentlicht Jahresbericht 2010
50 Prozent mehr Sozialwohnungen gefördert
Die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) hat im Jahr 2010 Förderung für rund 1.500 Wohnungen mit sozialer Bindung bewilligt – rund 50 Prozent mehr als im Jahr davor. 1.000 weitere Sozialbindungen konnte Hamburgs Förderbank durch ihre Modernisierungsförde-rung erreichen. Dies geht aus dem jetzt erschienenen Jahresbericht 2010 der WK hervor. Insgesamt bewilligte die WK zinsgünstige Darlehen in Höhe von 276,1 Mio. Euro und Zuschüsse in Höhe von 122,2 Mio. Euro.
„Eine dynamische Metropole wie Hamburg braucht genügend Wohnraum in unterschiedlichen Größen und Preislagen. Nur so kann sie ihre Lebensqualität und Entwicklungsfähigkeit wahren. Hierzu leisten wir mit unserer sozialen Wohnraumförderung einen Beitrag“, erklärt Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der WK.
Neubau: Sozial verträgliche Mieten
2010 hat die WK insgesamt 3.340 Neubauwohnungen gefördert. Damit entstehen mehr als 80 Prozent der Wohneinheiten, für die in Hamburg im letzten Jahr Baugenehmigungen erteilt wurden (4.129 Wohnungen, Statis-tikamt Nord), mit Unterstützung durch Hamburgs Förderbank. Enthalten sind darin 1.547 Mietwohnungen mit Miet- und Belegungsbindungen – darunter Seniorenwohnungen, Baugemeinschaften oder besondere Wohnfor-men zum Beispiel für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die geplanten Förderzahlen wurden in diesem Segment um fast 30 Prozent übertroffen. Die Förderung umfasste 118 Mio. Euro Baudarlehen und 40 Mio. Euro Zuschüssen.
„Der Erfolg zeigt, dass sich sozialer Wohnungsbau mit der passenden För-derung auch bei einer Einstiegsmiete von unter 6 Euro pro Quadratmeter netto kalt für Investoren rechnet“, zieht Sommer Bilanz. Damit ist die Grundlage für die jetzt formulierten Ziele der Stadt Hamburg gelegt: Künftig sollen sogar 2.000 Neubau-Wohnungen jährlich gefördert werden. Die Förderprogramme werden deshalb um einen zweiten Förderweg erweitert, von dem insbesondere auch Familien mit mittleren Einkommen profitieren.
Klimaschutz: Große Nachfrage nach Förderung
Auch die Programme, die vorrangig auf Energieeinsparung abzielen, stießen 2010 auf starke Nachfrage: 3.147 neue Mietwohnungen und Eigenheime – sowohl als soziale Wohnraumförderung als auch frei finanzierte Objekte – wurden im Rahmen des Programms Energiesparendes Bauen mit durchschnittlich 13.800 Euro Zuschuss gefördert. Doch nicht nur die Neubauförderung trug mit ihren über die gesetzlichen Standards hinausgehenden energetischen Anforderungen zur positiven Umweltbilanz bei. Einen noch größeren Effekt in punkto Klimaschutz hat der Gebäudebestand. 3.338 Mietwohnungen, vorwiegend aus den 1960er Baujahren, wurden mit Zuschüssen von zusammen 22,4 Mio. Euro auf einen zeitgemäßen energetischen Standard gebracht. Insgesamt konnte die WK im Bereich Mietwohngebäude eine jährliche Einsparung von 11.200 Tonnen CO2 erzielen. Nicht mit gerechnet sind in dieser Bilanz die knapp 4.000 modernisierten Eigenheime, an denen ebenfalls energiesparende Maßnahmen gefördert wurden.
Förderspektrum: Vielzahl von Angeboten
Investitionsanreize setzte die WK auch mit vielen weiteren Programmen. So förderte sie den Umbau von leer stehenden Büros zu Wohnraum. Hier entstanden im Jahr 2010 immerhin 223 Wohnungen. Mit dem Programm „Schallschutz an öffentlichen Straßen“ hat die WK ein zeitlich begrenztes Angebot Ende 2010 erfolgreich abgeschlossen. Aus Mitteln des Konjunkturpakets II der Bundesregierung wurden dabei Fenster in 2.965 Wohnungen ausgetauscht. Ebenfalls aus Sondermitteln des Bundes konnte Hamburgs Förderbank die energetische Modernisierung von rund 660 Wohnungen in Mümmelmannsberg unterstützen.
Mehr Infos zur Förderung und den Jahresbericht zum Download gibt es unter www.wk-hamburg.de
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