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Der effiziente Mix macht’s

Bei energieeffizienten Gebäuden müssen Heizung und Dämmung aufeinander abgestimmt sein

Sollte man sein Gebäude besser dämmen oder lieber in eine energieeffiziente Heizung investieren? Das richtige Gesamtkonzept ist entscheidend – das ist eine Erkenntnis, die Hauseigentümer auf der WK-Klimaschutzwoche erfahren konnten. Bei Besichtigungen und Vorträgen gab es auch Tipps, welche Techniken zur Auswahl stehen und wie die passende Förderung dazu aussieht.

Investitionen in den Klimaschutz machen betriebswirtschaftlich wie volkswirtschaftlich Sinn. Das betonte die Berliner Umweltökonomin Prof. Claudia Kemfert zum Auftakt am 24. Oktober vor rund 150 Zuhörern im Unilever-Haus. „In keinen Markt werden in den kommenden Jahrzehnten mehr Investitionen fließen als in die zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätsmärkte“, stellte Prof. Kemfert fest. Von besonderer Bedeutung ist die Gebäudesanierung. Schließlich werden in Hamburg allein durch das Heizen von Gebäuden 25 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes verursacht und enorme Kosten produziert.



Prof. Claudia Kemfert eröffnete die WK-Klimaschutzwoche mir einem Vortrag zum Thema Wachstumsmotor Klimaschutz

Was jeder einzelne Hauseigentümer tun kann, erfuhren die Besucher der WK-Klimaschutzwoche bei den weiteren Veranstaltungen. Wer umfassend modernisiert, kann nämlich bis zu 70 Prozent Energie einsparen. Die Dämmung von Außenwänden, Dach und Kellerdecken spielt dabei eine große Rolle, auch neue Fenster haben positive Effekte. Das Ergebnis: ein deutlich gesenkter Energiebedarf. Welche Materialien zur Fassadendämmung bei Neu- und Altbauten eingesetzt werden können, darum ging es beim Besuch im Zentrum für zukunftsorientiertes Bauen. An Modellen in Originalgröße konnten die Besucher sehen, auf was sie beim Bauen und Modernisieren achten müssen.


Jens Schwarz vom Zentrum für zukunftsorientiertes Bauen (2.v.l.) erklärt Dämmverfahren anhand von Modellen in Originalgröße

Das ein gut gedämmtes Haus auch eine deutlich kleinere Heizung benötigt, erscheint nur logisch. „Vor der Auswahl der Heiztechnik sollte man klären, wie viel Wärme ein Gebäude eigentlich braucht“, erklärte WK-Beraterin Petra Memmler. Mittlerweile gibt es auch hier eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien, die auch mit erneuerbarer Energie arbeiten. Solarenergie-Nutzung ist im Neubau bereits weit verbreitet. Wussten Sie, dass auch ein Eisspeicher in Kombination mit einer gasbetriebenen Wärmepumpe eine umweltfreundliche Heizung für Einfamilienhäuser sein kann? Bei der Besichtigung im Harburger Elbcampus gab es die Pilotanlage eines solchen Speichers zu besichtigen.

Die Dämmung und Erneuerung von Heizungsanlagen werden auch durch Fördermittel unterstützt. Die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt berät Eigentümer von Wohngebäuden, wo und welche Zuschüsse oder Darlehen es für Modernisierungsvorhaben gibt. Einen Überblick gibt es im Internet: www.wk-hamburg.de. Zu technischen Fragen berät auch das EnergieBauZentrum – ein Kooperationsprojekt der WK. Infos hierzu: www.energiebauzentrum.de.

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